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Ausstellung im Archäologischen Museum der MLU

Ägypten-Expedition von Richard Lepsius in einer Sonderausstellung

Die preußische Forschungsexpedition nach Ägypten und Nubien, die im Jahr 1842 unter Richard Lepsius startete, schuf die Grundlage für die Ägyptologie an deutschen Universitäten. Außerdem lieferte sie die Basis für die international beachtete Präsentation des pharaonischen Ägypten im Neuen Museum zu Berlin. Das Archäologische Museum der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) widmet sich dieser Thematik in einer Sonderausstellung unter dem Titel „Preußen in Ägypten – Die Ägyptenexpedition von Richard Lepsius 1842–1845 und ihre Nachwirkungen“. Sie öffnet im Rahmen der Museumsnacht Halle-Leipzig am 5. Mai 2012 ihre Pforten.
Die Eröffnung findet um 17 Uhr im Hörsaal des Robertinums, Universitätsplatz 12, statt. Nach Begrüßungsworten des Leiters des Archäologischen Museums, Prof. Dr. Stefan Lehmann, wird Dr. Ingelore Hafemann von der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften einen öffentlichen Vortrag über „Richard Lepsius – preußischer Gelehrter und Pionier der Ägyptologie“ halten. Die Ausstellung ist in der Museumsnacht bis 1 Uhr geöffnet und wird anschließend noch bis zum 6. Juli 2012 zu sehen sein.

Gezeigt werden Exponate aus dem Brandenburg-Preußen-Museum Wustrau. „Die Ausstellung umfasst im Wesentlichen sieben Text-Bildtafeln und acht großformatige Ausdrucke aus den Tafelbänden von Richard Lepsius in zwei Museumsräumen des Archäologischen Museums“, sagt Museumsassistent Henryk Löhr. „Umfangreiches Bild- und Textmaterial beleuchtet Hintergründe, Verlauf und Auswirkungen der Expedition. Bereits im Foyer hängt weithin sichtbar ein großes Banner, das die Expeditionsteilnehmer auf der Spitze der Cheops-Pyramide darstellt.“

In den Mittelpunkt gerückt werden die wissenschaftlichen Verdienste von Richard Lepsius, ein herausragender Forscher, der die vom preußischen König finanzierte Expedition zu den ägyptischen Pharaonen (1842–1845) leitete. Er wollte nichts dem Zufall überlassen und kalkulierte daher alle denkbaren Zwischenfälle in seine Vorbereitungsplanungen ein. Unterstützt von Alexander von Humboldt hat Lepsius schließlich auch die von dem französischen Altertumsforscher Jean-François Champollion (1790–1832) begonnene Entzifferung der altägyptischen Hieroglyphen vollendet.

Außerdem können die Besucher einen originalen großformatigen Tafelband aus der Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt (ULB) und einige weitere historische Bücher betrachten. Auf einem Monitor sind die in einem Projekt der ULB digitalisierten Tafeln vollständig online zu sehen. Eine Tafel wird auf die Sammlung von Ägyptiaka des Julius Kurth verweisen, die Bestandteil des halleschen Museums ist. Diese stellt ein Beispiel für die Ägyptenbegeisterung dar, die durch die Lepsius-Expedition bewirkt wurde.

Die Ausstellung im Archäologischen Museum der MLU ist geöffnet vom 5. Mai bis 6. Juli 2012, jeweils Donnerstag 15 bis 17 Uhr und auf Anfrage: Tel.: 0345 55 24018 sowie zur Langen Nacht der Wissenschaften am 6. Juli von 18 bis 22 Uhr.

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Internationale Woche der MLU

Hallesche Universität feiert Internationale Woche

Anfang Mai wird an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) weit über die Ländergrenzen hinaus geblickt: Vom 8. bis zum 10. Mai veranstaltet das Internationale Büro der MLU eine internationale Woche. Erstmals wird der 9. Mai zudem als lehrfreier „Dies Internationalis“ begangen. Auf dem Programm steht eine globale Themenpalette von Workshops über Sprachschnupperkurse bis hin zu Fachdiskussionen.
„Mit dem lehrfreien Dies Internationalis möchten wir allen Studierenden und Wissenschaftlern ermöglichen, am Programm der Internationalen Woche teilzunehmen“, sagt Dr. Manja Hussner, Leiterin des Internationalen Büros der MLU. Das umfassende Programm reicht von einem „Markt der internationalen Möglichkeiten“ über Workshops für internationale Studierende, Sprachschnupperkurse in Japanisch, Armenisch und Arabisch bis hin zu Diskussionen über EU-Forschung und die Einrichtung internationaler Studiengänge.

Warum deutsche Universitäten noch internationaler werden müssen, erläutert zum Auftakt der Woche am 8. Mai Dr. Christian Bode. „Wir freuen uns sehr, dass wir mit ihm den ehemaligen Generalsekretär des Deutschen Akademischen Austauschdienstes für den Eröffnungsvortrag gewinnen konnten“, sagt Hussner. Anschließend können sich Studierende und Lehrende der MLU zu diesem Thema im Rahmen der Podiumsdiskussion einbringen.

Am „Dies Internationalis“ können sich Studierende aus dem In- und Ausland, Alumni, Nachwuchswissenschaftler und Hochschullehrer auf verschiedenen Veranstaltungen zu internationalen Themen informieren und mit Experten austauschen. Zum Abschluss des Tages werden hallesche Studierende aus Syrien, Aserbaidschan, Polen, El Salvador, Deutschland, Bulgarien, Türkei und Indien zudem in der Mensa Harz einen internationalen Länderabend gestalten. Sie geben mit Bildern, Musik und Tänzen sowie mit kulinarischen Beiträgen Einblick in die Kulturen ihrer Heimatländer. Der Abend ist eine gemeinsame Veranstaltung des Internationalen Büros der MLU und des Studentenwerks Halle.

Zum Abschluss der Woche wird am 10. Mai in Anwesenheit der Regisseurinnen der Dokumentarfilm „Radioactivists – Protest in Japan seit Fukushima“ gezeigt. An diesem Tag werden auch die Gewinner des Erasmus-Fotowettbewerbs 2012 ausgezeichnet. Am Abend präsentiert das Unikino den Oscar-prämierten Film „Lost in Translation“. Das Career Center der MLU, das Studentenwerk Halle sowie Stiftungen, studentische Organisationen und weitere externe Gäste wirken an der Gestaltung der Internationalen Woche mit.
Das ausführliche Programm gibt es online unter http://www.international.uni-halle.de, weitere Informationen auch unter http://www.facebook.com/InternationalOfficeUniHalle.

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